Bergsport

Der Bergsport, auch als Alpinsport bekannt, wird vorwiegend im Gebirge ausgeübt. Der Bergsport ist in den letzten Jahren immer mehr zu einer beleibten Freizeitsportart geworden, obgleich er auch Gefahren beherbergt. Zum Bergsport werden das Tourengehen, das Bergwandern und das Klettern gezählt.

Das Tourengehen

Das Tourengehen ist auch als Skibergsteigen bekannt. Dabei begibt sich der Sportler mithilfe sogenannter Tourenski auf einen Berggipfel. Nach kurzer Pause genießt er die Talfahrt. Die Skiausrüstung von Tourengehern unterscheidet sich von der konventionellen Skiausrüstung. So sind Tourenski etwas leichter und kürzer als normale Ski. Durch eine größere Skibreite wird die Abfahrt auf Tiefschneehängen erleichtert.

Das Tourengehen ist allerdings eine Sportart, die nicht von jedermann ausgeübt werden kann. Dafür sind gute Geländekenntnisse sowie meteorologische Grundkenntnisse und Kenntnisse über die Beschaffenheit der Schneedecke notwendig. Im Hochgebirge lauern viele Gefahren. Plötzlich umschlagende Wetterbedingungen, Schneefall, starker Wind oder Sturm und vor allem Lawinen können das Tourengehen zu einem gefährlichen Abenteuer werden lassen.

Bei der Skiwanderung über Grate stellen vor allem Schneebretter eine große Gefahr dar. Diese können sich unvermittelt lösen und den Tourengeher mit sich in die Tiefe reißen.

Das Klettern

Klettern im Gebirge erfordert ebenfalls gute Alpinkenntnisse. Zudem sind körperliche Fitness, Ausdauer und eine gute Portion Mut gefragt. Höhenangst hat hier sicherlich keinen Platz. Während das normale Bergsteigen ursprünglich touristischen und wirtschaftlichen Zielen diente, hat sich das eigentliche Klettern erst langsam entwickelt. Der Ursprung des Kletterns geht auf die sächsische Schweiz zurück. Im Jahr 1864 erreichte die erste Klettergruppe den Gipfel des Falkensteins. Im Jahr 1893 entwarf Oskar Schuster die Skala der Schwierigkeitsstufen beim Bergklettern. Heute werden diese Stufen durch die sogenannte UIAA-Skala veranschaulicht. Sie besteht aus acht Schwierigkeitsgraden, wobei die erste Stufe die leichteste Form darstellt und die Stufe 7 ie schwierigste. Für diese letzte Stufe benötigen auch erfahrene Kletter sowohl eine entsprechende Ausrüstung als auch ein spezielles Vorbereitungstraining. Für die achte Stufe gibt es keine wörtliche Beschreibung.

Das Bergwandern

Beim Bergwandern begeht der Wanderer auf angelegten Pfaden oder Wegen einen Berg. Er benötigt daher in der Regel keine besonderen Aufstiegshilfen, wie Seile oder Haken. Das Bergwandern ist eine beliebte touristische Freizeitbeschäftigung. Vor allem Österreich und die Schweiz sind bevorzugte Länder, wo Bergwanderungen empfohlen werden. Aber auch im süddeutschen Raum gibt es dafür geeignete Orte.

Auch beim Bergwandern gibt es verschiedene Schwierigkeitsgrade. Man unterscheidet dabei zwischen Talwanderungen, Bergwanderungen und Alpinwanderungen. Die einzelnen Wege dafür sind farblich markiert. Gelb steht für die leichten Talwanderungen, Weiß-rot-Weiß für mittelschwere Bergwanderungen und Weiß-blau-Weiß für anspruchsvolle Alpinwanderungen.